Die beste Hundeleine für jede Situation
Alltag, Training & Sicherheit

- Dein Leinenfinder
- Beste Hundeleine für Leinenführigkeit (Alltag ohne Ziehen)
- Beste Hundeleine für Hundebegegnungen (Begegnungstraining & reaktive Hunde)
- Beste Hundeleine für Rückruftraining (Schleppleine & Anti-Jagd)
- Beste Leine für den Stadtspaziergang (volle Wege, kurze Reaktionszeit)
- Beste Hundeleine für Welpen (die ersten Wochen ohne Chaos)
- Beste Leine zum Joggen mit Hund (Joggingleine, Bauchgurt & Ruckdämpfer)
- Leinen nach „Hundetyp“ – welche Leine passt für welche Rasse?
- Tabelle: Welche Leinenbreite passt zu welchem Hundegewicht?
Du stehst im Flur, Leckerli-Tasche in der Hand, dein Hund freut sich schon komplett – und dann kommt die Frage, die irgendwie immer wieder auftaucht: Welche Hundeleine ist jetzt eigentlich die beste? Habe ich überhaupt die richtige(n)?
Welches ist die beste Hundeleine für Leinenführigkeit? Die beste Hundeleine für Rückruftraining? Oder die beste Hundeleine für Hundebegegnungen? Manchmal fühlt es sich vielleicht einfach nur an wie „einfach nur ein Stück Band“ – aber draußen entscheidet es über Wohlbefinden, Sicherheit und Trainingserfolg.
Hier bekommst du einen praxisnahen Überblick – nach Situationen sortiert. Immer mit Fokus auf: Sicherheit, hundgerechte Bedürfnisse, positives Training und alltagstaugliche Empfehlungen. Und wenn du nicht lange lesen willst, habe ich auch ein ganz einfaches Tool für dich:
Dein Leinenfinder
Mit diesem praktischen Tool findest du in wenigen Klicks die passende Leine für dich und deinen Hund. Aber: Es ist mehr als spielerische Einschätzung zu verstehen und ersetzt keine professionelle Beratung.
Leinenfinder: Welche Hundeleine passt zu dir?
| Hundegewicht | Empfohlene Breite |
|---|---|
| bis 5 kg | 5–8 mm |
| 5–15 kg | 10–15 mm |
| 15–25 kg | ca. 15 mm |
| 25–40 kg | ca. 20 mm |
| 40+ kg | 25 mm / Extra robust |
Beste Hundeleine für Leinenführigkeit (Alltag ohne Ziehen)

Du gehst raus, eigentlich soll’s entspannt werden – aber nach drei Minuten fühlt sich die Leine an wie ein Tauwettziehen. Du bist nicht „zu weich“ und dein Hund ist nicht „dominant“. Oft ist es simpel: Die Leine passt nicht zur Aufgabe.
Für Leinenführigkeit ist in vielen Fällen eine 3-Meter-Führleine (verstellbar) ein Gamechanger. Warum? Weil dein Hund dann schnüffeln, mal kurz seitlich gehen und Tempo variieren kann, ohne dass sofort Spannung drauf ist. Und weniger Spannung bedeutet: weniger Ziehen.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge:
2-3 Meter verstellbare Führleine (ideal: mehrere Ringe, damit du sie kurz und lang nutzen kannst) - Material:
– Biothane / Canithane: super pflegeleicht, wasserfest, „Düsseldorf-Regen-tauglich“, abwaschbar
– Nylon: leicht, günstig, aber achte auf Kanten (sonst unangenehm in der Hand)
– Leder/Fettleder: liegt mega gut in der Hand, aber braucht Pflege
Für wen passt das?
- Anfänger: weil du flexibel bist (Stadt kurz, Park länger)
- Erfahrene Halter: weil du sauberer trainieren kannst (weniger dauerndes „Stop–Go“)
- Hunde, die schnell frustriert sind: mehr Bewegungsfreiheit = weniger Stress
Wichtig: Für Leinenführigkeit ist eine Flexi-/Rollleine meist keine gute Idee, weil dein Hund dabei fast immer „gegen Zug“ läuft. Viele Hunde lernen so unabsichtlich: Ziehen lohnt sich.
Beste Hundeleine für Hundebegegnungen (Begegnungstraining & reaktive Hunde)

Du läufst entspannt – und dann kommt am Horizont ein Hund. Dein Hund scannt sofort, Körper wird steifer, du merkst, wie du automatisch die Leine kürzer nimmst. Zack: Spannung. Und genau diese Spannung kann das Ganze kippen.
Für Begegnungstraining (gerade bei reaktiven Hunden) hilft oft: etwas mehr Leinenlänge, statt weniger. Klingt erst mal riskant, ist aber logisch: Dein Hund kann eher ausweichen, einen Bogen laufen und Abstand nehmen. Und genau das senkt Druck und gibt deinem Hund mehr Entscheidungsfreiheit.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge:
3-5 Meter Trainingsleine (kein „Schleppleinen-Monster“, eher „mehr Raum, aber noch führbar“) - Material:
– Canithane / Biothane mit Grip (wenn du bei Stress nicht willst, dass die Leine durchrutscht)
– Gummiertes Nylon (griffig, aber achte auf Qualität)
– Extra-Sicherheit: Ruckdämpfer
Für wen passt das?
- Reaktive Hunde („Leinenpöbler“, unsichere Hunde, „0-auf-100“-Typen)
- Begegnungstraining in Parks, Rheinwiesen, Feldwegen
- Hunde mit großem Bedürfnis nach Distanz
Wichtig: Je mehr Leine, desto wichtiger dein Handling. Wenn du in der Stadt bist: kurz fassen. Wenn Platz da ist: Raum geben. Und immer: Leine = Sicherung, nicht „Lenkrad“. Stell‘ dir am besten vor, deine Leine wäre nur ein Baumwollfaden.
Beste Hundeleine für Rückruftraining (Schleppleine & Anti-Jagd)

Du rufst – dein Hund hört… aber nur theoretisch. In der Praxis ist da ein Geruch, ein Vogel, ein anderer Hund – und zack ist dein Hund im „Tunnel“. Genau hier ist die Schleppleine dein bester Freund.
Sie gibt deinem Hund Freiheit, ohne dass du ihn „einfach laufen lassen musst“. Und sie verhindert, dass dein Hund übt, erfolgreich wegzukommen.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge:
– 5 Meter Schleppleine: super für Start, kleinere Hunde, überschaubare Parks
– 10 Meter Schleppleine: Standard fürs Rückruftraining bei mittelgroßen/großen Hunden - Material:
– Biothane: absoluter Allrounder – nass? egal. dreckig? abwischen.
– Nylon: okay, aber saugt sich bei Nässe voll und wird schwerer
– Seil/Tau: griffig, aber kann Wasser ziehen
Safety-Regel Nummer 1: Schleppleine nur am Geschirr. Nie am Halsband.
Wenn der Hund ins Ende rennt, kann das am Hals richtig böse enden.
Für wen passt das?
- Jagdhunde / Stöberhunde (Beagle, Cocker Spaniel, Dackel, Setter…)
- Junge Hunde im Aufbau
- Unsicherer Rückruf
Pro-Tipp: Handschuhe! Eine Biothane-Schleppleine kann bei einem Sprint richtig fies „durchbrennen“, wenn sie durch die Hand läuft.
Beste Leine für den Stadtspaziergang (volle Wege, kurze Reaktionszeit)

Innenstadt, Straßenbahn, Fahrräder, Menschen, Kinder – du brauchst eine Leine, die schnell und sauber funktioniert. Hier geht’s nicht um „Freiheit“, sondern um Management.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge:
– 1,2–2 m Führleine oder eine 3-m-Leine, die du kurz fassen kannst
– Kurzführer-Griff (extra Griff nah am Hund) ist Gold wert - Material:
– Leder/Fettleder: super Grip, fühlt sich hochwertig an
– Biothane: leicht zu reinigen
– Nylon: okay, aber achte auf angenehmen Griff
Für wen passt das?
- Für Hunde, die häufig in belebten Gegenden unterwegs sind
- Hunde, die plötzlich stehen bleiben (dann lieber 3 Meter-Leine, damit du noch „Spielraum“ hast)
Wichtig: Auch in der Stadt gilt: nicht „auf Anschlag führen“. Wenn dein Hund in der Stadt oder aufregenden Gegenden viel zieht, solltest du es vielleicht kleinschrittiger aufbauen und ihn nicht direkt dem ganzen „Trubel“ aussetzen.
Beste Hundeleine für Welpen (die ersten Wochen ohne Chaos)

Dein Welpe zieht ein und neben Stubenreinheit, Beißhemmung und Schlafrhythmus (was ist das?) sollst du auch noch die perfekte Leine finden.
Für Welpen gilt: leicht, unkompliziert, sicher.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge
– 1,5-2 Meter leichte Führleine
– optional: Hausleine (dünn, ohne Schlaufe) für drinnen – unter Aufsicht - Material:
– leichtes Nylon (weich)
– dünnes Biothane (abwaschbar)
– weiches Leder (wenn es nicht zu schwer ist)
Für wen passt das?
- Welpen jeder Rasse – aber Gewicht beachten (siehe Tabelle)
Wichtig: keine Rollleine (Flexi) für Welpen. Dein Hund soll nicht lernen, dass „ziehen = vorwärts“ bedeutet.
Beste Leine zum Joggen mit Hund (Joggingleine, Bauchgurt & Ruckdämpfer)

Wenn du mit deinem Hund joggst, willst du ihn nicht mit einer Hand dauerhaft festhalten. Gleichzeitig willst du nicht, dass es zu einem heftigen Leinenruck kommt, wenn dein Hund plötzlich stehenbleibt oder irgendwo hinzieht.
Hier kommt die Joggingleine ins Spiel – meistens kombiniert mit Bauchgurt und Ruckdämpfer. Der Hund sollte auf jeden Fall ein Geschirr tragen, an dem die Leine befestigt ist.
Gute Optionen (Material & Länge)
- Länge:
– 1,5-2 Meter Joggingleine 1,5–2 m (mit elastischem Abschnitt) - Bauchgurt (gut gepolstert, sitzt fest, rutscht nicht hoch)
- Material:
– robustes Nylon + hochwertige Beschläge
Für wen passt das?
- Hunde, die (halbwegs) leinenführig sind
- Menschen, die aktiv sind und eine sichere Lösung wollen
Wichtige Hinweise: Joggen mit Hund ist erst sinnvoll, wenn der Hund körperlich so weit ist. Es sollte außerdem nicht als (einzige) Methode zum Auslasten genutzt werden; damit erziehst du dir nur einen Hund, der immer mehr rennen muss. Im Idealfall gibt es vor dem Joggen einen bedürfnisorientierten Spaziergang, wo dein Hund seine „Geschäfte“ erledigern kann.
Leinen nach „Hundetyp“ – welche Leine passt für welche Rasse?

- Stöberhunde & Schnüffler (Beagle, Cocker, Dackel):
Brauchen oft mehr Radius. Eine Schleppleine oder längere Führleine ist häufig die beste Leine, damit sie Bedürfnisse ausleben können. - Hütehunde & schnelle Denker (Border Collie, Aussie):
Praktisch: verstellbare Leinen, Kurzführer-Griff, klare Struktur – sie reagieren stark auf Reize, profitieren aber von guter Führung. - Molosser & sehr kräftige Hunde (Cane Corso, Mastiff):
Hier zählt Stabilität: breite Leine, starke Karabiner, lieber „overbuilt“. - Minihunde (Chihuahua, Yorkie):
Ultraleicht ist Pflicht – sonst ist die Leine gefühlt schwerer als der Hund.
Tabelle: Welche Leinenbreite passt zu welchem Hundegewicht?
Hinweis: Es handelt sich um Richtwerte (lieber stabiler wählen, wenn dein Hund stark zieht).
| Hundegewicht | Empfohlene Leinenbreite | Typische Beispiele |
|---|---|---|
| bis 5 kg | 5–8 mm | Chihuahua, Yorkie |
| 5–15 kg | 10–15 mm | Dackel, kleine Terrier, Mops |
| 15–25 kg | ca. 15 mm | Border Collie, Aussie |
| 25–40 kg | ca. 20 mm | Labrador, Schäferhund |
| 40+ kg | 25 mm / Spezial | Mastiff, Dogge |
Und wichtig: Nicht nur die Breite zählt – auch der Karabiner. Für große Hunde brauchst du stabile Beschläge, für kleine Hunde leichte.
Du bist dir jetzt noch unsicher, welches Geschirr du nutzen sollst? Schaue dir doch gerne einmal diesen Beitrag zum „Anti-Zieh-Geschirr“ an:
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